Am Samstag den 17.07.2021 findet wieder ein Forellenverkauf statt.

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Fisch des Jahres 2021 – Der atlantische Hering

Der atlantische Hering - Clupea harengus - ist ein silbriger Schwarmfisch. Ausgewachsene Exemplare des Herings erreichen eine maximale Länge von bis zu 45 Zentimetern und ein Gewicht bis ein Kilogramm. Meist aber sind die Fische jedoch nur 30 bis 35 Zentimeter lang und haben dann ein Gewicht von 120 bis 200 Gramm. Bei der Nahrungssuche unterstützen den Fisch vier verknöcherte Röhren am Kopf. Darunter sitzen druckempfindliche Zellen mit welchen der Hering in der Nähe befindliche Beutetiere registriert. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal beim Hering ist, das die Rückenflosse und die Bauchflossen auf gleicher Höhe ansetzten. Dies unterscheidet ihn von der Sprotte.
Im Ökosystem Meer spielt der Hering eine entscheidende Rolle, da er als Nahrungsquelle für viele Fische dient. Er ist ein Bindeglied zwischen den Verschiedenen Stufen der Nahrungspyramide und ist Futtergrundlage für Dorsch, Robbe und Schweinswaal. Daher ist es wichtig den atlantischen Hering als Baustein der Artenvielfalt zu Bewahren. Die kommerziellen Fangmengen der Fischerei setzten den Heringsbeständen empfindlich zu und aus fischerreilicher Sicht müssen die Fanggrenzen unbedingt eingehalten werden. Weitre Bausteine zur Bestandserhaltung des atlantischen Herings sind die Reduzierung von Nährstoffeinträgen durch Landwirtschaft und der Anstieg der Meerestemperatur auf Grund des Klimawandels. Durch Erhöhung der Nährstoffkonzentration wachsen einzellige Algen zu großen Teppichen heran und verdunkeln somit das Wasser. Größere Algen haben somit schlechtere Chance auf Wachstum und diese werden von den Heringen als Laichsubstrat genutzt. Der Klimawandel. hat einen besonderen Einfluss auf die Fortpflanzungsrate der Heringe. Die höhere Meerestemperatur ermöglicht den Heringslarven ein schnelleres Wachstum und ein frühere Schlüpfen. Leider finden die Larven so früh im Jahr nicht genügend Nahrung und verhungern.
Der Hering kommt von den südlichen Gewässern Grönlands über Spitzbergen bis nach South Carolina USA vor. Zu finden ist er ebenso in der Ostsee wo er sich an die verschieden Salzgehalte des Gewässers angepasst hat. Die Heringe vermehren sich im flachen Wasserschichten wo sie 20 000 bis 50 000 Eier ab laichen. Diese Eier haften an Pflanzen und die männlichen Heringe befruchten die Eier. Eine Brutpflege betreibt der Hering nicht. Obwohl es sich um eine häufig vorkommende Fischart handelt, sind im letzten Jahr die Laichbestände des frühjahrslaicher auf nur noch 20 Prozent gesunken. So verzeichnete die Fischerei in der Ostsee 1990 noch 300 000 Tonnen; 2020 waren es nur noch 60 000 Tonnen. Es ist daher also nicht verwunderlich, dass seit 2006 die Fortpflanzung des Herings akut gefährdet ist. Biologen sprechen davon, dass eine sichere Grenze für den Fortbestand dieser Art unterschritten wurde. Der Rat für Meeresforschung International Council for the Exploration of the Sea. (ICES) empfiehlt seit 2019 die Fischerei des atlantischen Herings in der westlichen Ostsee vorübergehend einzustellen. Des Weiteren wurde durch den Europäischen Fischereirat die Fangquote für die Berufsfischerei um 50% gekürzt.
Nur wenige Fischarten haben eine so große wirtschaftliche Bedeutung wie der Atlantische Hering. Seit mehr als 1000 Jahren dient der Hering durch Salz konserviert den Menschen als Nahrungsmittel. In Deutschland ist seit Beginn 2018 der Fang von Hering auf 69 000 Tonnen beschränkt. Auf dem Wirtschaftsmarkt stellen Heringsprodukte aktuell 15 bis 20 Prozent aller Fischprodukte und der Verzehr liegt pro Kopf bei ca. 2 Kilogramm pro Jahr. Somit liegt er auf Platz 4 in der Liste der beliebtesten Speisefische.